Dieses Verfahren dient der Untersuchung der Festigkeit der Heißsiegelverbindungen von heiß- und selbstsiegelfähigen Beuteln und Schläuchen, die zur Verpackung von zu sterilisierenden Medizinprodukten eingesetzt werden. Das Prüfverfahren nach EN 868-5 ist geeignet für eine Vielzahl von Werkstoffen aus Papier und Kunststofffolie, die zu Verpackungszwecken eingesetzt werden.
Prinzipiell werden dabei die freien Enden der Probe zwischen zwei Spannköpfen eingespannt und die Probe wird gleichmäßig bis zum Versagen auseinandergezogen. Zweck dieses Versuches ist die Bestimmung der Schäleigenschaften von Papier-/Kunststoff-Laminatprodukten sowie der Festigkeit der Heißsiegelverbindungen des Beutel- und Schlauchmaterials.
Bei diesem Versuch werden zum Spannen des Probenmaterials
Schraubspannzeuge
bzw.
pneumatische Spannzeuge
mit gummibeschichteten Spannbacken verwendet, eingebaut in einer
Zugprüfmaschine
, normalerweise einer
Einsäulen-
oder
Zweisäulen-Maschine
in Tischausführung. Mit Hilfe von Materialprüfsoftware wie z.B. Bluehill® 2, können Probendaten eingegeben, der gewünschte Prüfablauf vorgegeben, automatisch die benötigten Ergebnisse und Statistiken berechnet und ein Prüfprotokoll erstellt werden - und zwar entsprechend den Vorgaben der Norm.
Weitere Informationen zur Prüfeinrichtung und zu den Anforderungen hinsichtlich der Versuchsergebnisse finden sich in der EN868-5.