Das Prüfverfahren nach ISO 11897 wird eingesetzt, um die
Weiterreißfestigkeit
der Falzkanten eines thermoplastischen, flexiblen Folienmaterials zu bestimmen. Das Verfahren eignet sich für eine Vielzahl Werkstoffen, z.B. Folien und Bahnen aus flexiblen Werkstoffen.
Im Allgemeinen wird dabei die Probe sorgfältig eingespannt und mittig im Spannzeug ausgerichtet. Die Probe wird dann mit konstanter Geschwindigkeit bis zum Bruch auseinander gezogen. Der Riss breitet sich dabei über die gesamte ungeschlitzte Länge der Probe aus. Die dazu erforderliche Kraft wird aufgezeichnet, und die Werte werden verwendet, um die Weiterreißfestigkeit des Materials zu bestimmen.
Für diese Anwendung setzen wir Schraubspannzeuge, pneumatische Spannzeuge mit gummibeschichteten Spannbacken zum Spannen des Materials ein, das in einer
Zugprüfmaschine
eingespannt wird. Bei dieser Prüfmaschine handelt es normalerweise um eine
1-Säulen
oder
2-Säulen-Maschine in Tischausführung
. Mit Hilfe geeigneter Software wie z.B.
Bluehill® 2
können Probendaten eingegeben, die Versuchsparameter gewählt, die gewünschten Ergebnisse und Statistiken automatisch berechnet und ein Prüfprotokoll erstellt werden - und zwar in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Norm.
Genauere Informationen über die Anforderungen an die Prüfausrüstung und die Versuchsergebnisse finden sich in der ISO 11897.