Zur komfortablen Selbstbehandlung haben Hersteller innovative Insulinpatronen entwickelt. Die Verbraucher erwarten, dass sowohl die Pens als auch die Patronen bei unbeabsichtigten Schlägen nicht beschädigt werden. Darüber hinaus müssen die Einweg-Patronen so verpackt werden, dass sie effektiv gegen Stöße geschützt sind, denen sie beim Transport häufig ausgesetzt sind.
Während des Transports oder beim Gebrauch beschädigte Glaspatronen können zu Verletzungen führen oder verhindern, dass der Patient die benötigte Dosis des Medikaments erhält. Seitens der Hersteller besteht der größte Schaden in einem solchen Fall in einem Verlust an Vertrauen in das Produkt. Vor der Einführung auf dem Markt muss das Produkt daher umfassend auf seine Unempfindlichkeit gegen Stöße geprüft werden.
Für solche Prüfungen mit niedrigen Energien wurde von uns ein
Dynatup® Mini-Tower™ eingesetzt, ausgestattet mit einem 500 lbf-Piezosensor, einem anwendungsspezifischen, halbkugelförmigen Schlagfinneneinsatz mit 6,5 mm Durchmesser und dem
Impulse™-Datenerfassungssystem. Entsprechend den unterschiedlichen Bauformen und Typen von Injektionspens wurden von uns anwendungsspezifische prismenförmige Halterungen und Spannarme entwickelt. Da es sich bei dem zu prüfenden Material um ein organisches Material handelte und die zum Bruch der Teile erforderliche Energie voraussichtlich relativ gering sein würde, wurden Traversengewicht und Fallhöhe auf ein Minimum reduziert.
Die Ampullen wurden entlang der horizontalen Mittenachse in dem Bereich geprüft, in dem sie bei der Verabreichung normalerweise angefasst oder gehalten werden müssen. Zur Untersuchung der Auswirkungen des gleichen Schlagereignisses bei unterschiedlichen Materialdicken, Materialqualitäten und Ampullenausführungen wurden exakt die gleichen Prüfungen an zwei verschiedenen Ampullen durchgeführt.