Lösungen für die Schlagprüfung von zervikalen Bandscheibenimplantaten

Mit zunehmendem Alter leiden viele Menschen an Bandscheibenvorfällen und degenerativen Erkrankungen der Halswirbelsäule. Wenn die Bandscheiben, die die Wirbel miteinander verbinden, ihre Flexibilität und ihre Fähigkeit, Stöße zu dämpfen, verlieren, können solche Erkrankungen zu einer Kompression der Nervenwurzeln und des Rückenmarks führen, und dies kann chronische Beschwerden in den Armen und im Bereich der Halswirbelsäule zur Folge haben. In den letzten 40 Jahren wurden zur Linderung solcher Beschwerden Eingriffe vorgenommen, bei denen die Halswirbelsäule versteift wird. Diese Behandlung führt dazu, dass ein Abschnitt der Halswirbelsäule unbeweglich wird, wodurch die Belastung der anderen Bandscheiben erhöht wird.

Derzeit wird eine neue Art von Bandscheibenprothese für die Halswirbelsäule einer klinischen Prüfung unterzogen. Diese Prothese besteht aus einer Kugel und einer Pfanne aus einem Keramikverbundwerkstoff und Titan und kann anstelle der beschädigten Bandscheibe eingesetzt werden, so dass die volle Beweglichkeit einer natürlichen Bandscheibe erhalten bleibt. Neben den klinischen Prüfungen sind Hersteller dieser Implantate natürlich auch daran interessiert, Informationen darüber zu gewinnen, wie sich die Implantate bei Schlägen verhalten. Besonders wichtig sind in diesem Zusammenhang ein Splittern oder Abplatzen von Material an der Keramikkugel, das möglicherweise durch die Kante der Titanpfanne verursacht werden kann, sowie eine Lockerung oder ein Bruch der Befestigung des Keramikteils an seiner Halterung.

Auf eine Kundenanfrage hin empfahlen wir als Lösung für diese Anwendung unser Prüfsystem CEAST 9350 mit Hochenergieoption. Eine instrumentierte Schlagfinne für eine Nennkraft von 45 kN bot eine ausreichende Prüfkraft für diese Prüfung. Mit unserer Rückprallbremse wurde ein sekundärer Aufprall auf die Probe verhindert. Aufgrund der unterschiedlichen Größen, Formen und Ausführungen der Implantate wurde ein anwendungsspezifischer flacher Schlagfinneneinsatz und Träger verwendet, der speziell für den Prüfaufbau des Kunden konfiguriert war.

Durch Variieren der Fallhöhe konnte die in die Probe eingeleitete Schlagenergie systematisch variiert werden. Dadurch konnte der Anwender Informationen darüber gewinnen, wie sich die Implantate bei unterschiedlichen Schlagereignissen verhalten, und ein Protokoll die Schlagfestigkeit der Produkte erstellen. Mit dem Datenerfassungssystem DAS und der Visual Impact Software konnte unser Kunde nicht nur Daten über das Verhalten vorhandener Modelle gewinnen, sondern auch Informationen darüber, wie sich vorhandene Ausführungen verbessern lassen.


Über diese Lösung

Art der Prüfung: nicht zutreffend
Art der Probe: Medical Device
Materialien: Keramik/Glas | Faserverbundwerkstoffe
Nach Material/Branche Schlag-/Hochgeschwindigkeitsprüfung
Geschäftsfeld: Biomedizin, Medizinprodukte, Healthcare
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Literatur zum Thema

CEAST 9300-Serie Fallwerke   CEAST 9300-Serie Fallwerke

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