Intraokularlinsen (IOL) sind kleine Linsen, die ins Auge implantiert werden, normalerweise als Ersatz für die natürliche Linse, weil diese durch einen Katarakt getrübt ist. In manchen Fällen werden sie auch im Rahmen der refraktiven Chirurgie zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten eingesetzt. Die Linse wird hinter der Pupille vor der natürlichen Linse verankert und funktioniert im Wesentlichen genauso wie eine herkömmliche Kontaktlinse, mit dem Unterschied, dass sie auf unbestimmte Zeit im Auge verbleibt und vom Patienten nicht gesehen oder gefühlt wird.
Dank dieses Verfahrens kann das Auge auf natürliche Weise fokussieren und der beim Patienten vorhandene Refraktionsfehler kann so korrigiert werden, dass der Patient eine hervorragende Sehschärfe erhält. Die Linse kann jederzeit entfernt werden. Damit ist das das Verfahren komplett reversibel.
Für die Prüfung dieser Linsen empfehlen wir die Universalprüfmaschine 5942. Dieses System bietet die für die Prüfung benötigte Genauigkeit und ermöglicht außerdem die Montage des Bedienfelds in der optimalen Position.
Die Linsen werden in einer Salzlösung auf Druck geprüft. Dabei wird die Maschine horizontal angeordnet.
Die Maximalkräfte sind in der Regel sehr niedrig, d.h. im Bereich von 0,005 bis 0,05N. Zur Gewährleistung einer maximalen Empfindlichkeit wurde deshalb ein 5N-Kraftaufnehmer gewählt.
Als Software sollte BH3 eingesetzt werden. Außerdem empfehlen wir unser TestCam -Videoaufzeichnungs- und Wiedergabemodul in Verbindung mit einem USB-Mikroskop. Dies ermöglicht ein besseres Verständnis der Abläufe während der Prüfung und die Herstellung eines Bezugs zwischen den Ereignissen auf der Prüfkurve und den entsprechenden Videobildern.