Wir haben in unserem Hause intern eine Studie durchgeführt, mit der untersucht werden sollte, welches Spannzeug und welche Klemmbackeneinsätze sich am besten für Zugprüfungen an weichen, biologischen Geweben bis zum Bruch und die Gewinnung zuverlässiger und wiederholbarer Prüfergebnisse eignete. Die größten Probleme bei diesen Prüfungen sind das Rutschen der Probe und ein vorzeitiger Bruch. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass mit einem pneumatischen Spannzeug mit einer Nennkraft von 250 N mit gezahnten Klemmbackeneinsätzen oder glatten Klemmbackeneinsätzen mit Sandpapier die besten Ergebnisse erzielt werden können.
Das pneumatische Spannzeug ist dabei der wichtigste Bestandteil des Prüfaufbaus. Da der Spanndruck einstellbar ist, kann die Spannkraft bei einem Bruch der Probe in den Spannbacken verringert werden, bzw. erhöht, wenn die Probe immer wieder rutscht oder sich die Probendicke ändert. Wir empfehlen die Verwendung eines groben Sandpapiers als ein kostengünstiges Verfahren zur Verbesserung der Prüfergebnisse. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Sandpapierschnittstelle nicht nur für mehr Reibung an der Oberfläche sorgte, sondern auch das Einspannen vereinfachte, weil die Form des Gewebes aufrechterhalten wurde. Außerdem verhinderte das Sandpapier, dass die Probe am Spannzeug festklebte.